Tourenbericht Kistenpass (28. bis 30.Juni 2018)
Teilnehmer: Ruth Dubach, Fritz Dubach, Heidi Gempeler, Peter Gempeler, Oskar Marggi,
Esther Jakob (SAC Bern) und Beat Schmid

Am Donnerstag kurz vor 07.00 Uhr trafen wir uns auf dem Bahnhof Zweisimmen um mit dem 07.01 Zug unsere Reise ins Glarnerland zu machen. Bis Bern konnten wir direkt mit dem Lötschberger fahren. Beim Umsteigen in Bern kam dann noch Esther dazu und somit war nun die Gruppe komplett. In Zürich konnten wir in die S25 umsteigen mit der wir direkt bis Linthal fahren konnten. Von Linthal brachte uns ein Taxi zur Talstation der Luftseilbahn in Tierfed. Hier stiegen wir in die Luftseilbahn die uns hinauf bis auf Pkt 1860 brachte. Diese Luftseilbahn gehört zu den bekannten Muttsee-Kraftwerken. Nach dieser langen Reisezeit entschieden wir kurz oberhalb der Bergstation unsere Mittagsverpflegung aus dem Rucksack einzunehmen.
Nach dieser Stärkung ging`s eine guten, recht ausgesetzten Weg über das Chalchtrittli hinauf.
Nach ungefähr 1 Stunde erreichten wir die Vordere Nüschenegg. Ab hier ging`s etwas weniger steil durchs Nüschentäli und das Muttenwändli bis auf die Höhe von ca. 2550müM. Nun wurde der Weg flach und wir sahen die Staumauer vom Muttsee sowie unser Tagesziel, die Mutt-seehütte (2501müM). Ca. um drei Uhr erreichten wir die Hütte wo wir von der Hüttenwartin (Anita Gubler) freundlich empfangen wurden. Es war gerade die richtige Zeit um ein „Zvieri“ einzunehmen (Kuchenauswahl war gross). Als wir bei der Bergstation starteten war das Wetter noch gut: Während des Aufstieges nahm die Bewölkung zu und am Nachmittag als wir in der Hütte ankamen, war es stark bewölkt. Bis zum Nachtessen hatten wir Zeit genug um den nächsten Tag zu planen. Der Ruchi ist unser Ziel. Wir konnten von der Hütte aus sehen, dass es auf der Westseite dieses Berges noch Schneefelder hat und die Steigeisen und der Pickel für den Aufstieg erforderlich sind. Wir waren aber betreffs des Wetters etwas skeptisch, hat es doch gegen Abend angefangen zu Regnen. Anita, die Hüttenwartin war aber überzeugt, dass das Wetter sicher schon am Morgen gut sein wird. Sie hatte recht.
Um viertel vor Sieben starteten wir Richtung Ruchi. Links um den Muttsee herum bis auf die nördliche Seite des Sees gings relativ flach (keine Höhenmeter). Auf einer Höhe von ungefähr 2500müM erreichten wir das erste grosse Schneefeld. Dort entschieden wir die Steigeisen anzuziehen. Etwas langsamer ging`s nun durch dieses Schneefeld hinauf, danach über den steinigen Sommerweg und auf ca 2700müM erreichten wir das steile Couloir. Durch dieses Couloir stiegen wir in gemächlichen Schritten durch die Schneefelder hinauf in den Sattel beim Punkt 2923müM. Ab diesem Sattel war der Weg wieder ohne Schnee und die ersten vier von unserer Gruppe waren etwa um 10.00Uhr auf dem Gipfel. Esther und ich kamen etwa eine viertel Stunde später an. Oskar wollte nicht bis auf den Gipfel und wartete unten im Sattel.
Der Aufstieg belohnte uns mit einer wunderbaren Aussicht auf Berge die für uns nicht alle bekannt waren. Kurz nach halb Elf begaben wir uns auf den Abstieg. Im steilen Schneefeld zuoberst im Couloir machte Peter mit seinem Pickel und dem Seil zweimal eine Sicherung damit wir uns beim Abstieg am Seil festhalten konnten. Das mittlere Schneefeld war etwas weniger steil und der Abstieg ging nun etwas „rückiger“. Als wir durch den steinigen Weg unterwegs zum untersten Schneefeld waren, passierte leider ein Unfall. Peter stolperte, überschlug sich und rutschte ein Stück in ein Schneeloch hinunter. Ueber diesen Unfall haben wir am Juli-Höck die Anwesenden eingehend orientiert. Zurück in der Hütte assen wir nochmals zum Zvieri von Anita`s Kuchen.
Für den folgenden Tag haben wir entschieden, dass Ruth, Fritz, Oskar und ich die Tour über den Kistenpass machen; Esther begleitet Heidi nach Glarus zu Peter. Am Samstag Morgen hatte sich Oskar anders entschieden und ging auch zurück durch`s Glarnerland.
Nebst uns war noch ein anderer Bergwanderer in der Hütte. Er fragte uns, ob er mit uns über den Kistenpass könnte. Somit starteten wir wie am Vortag um viertel vor Sieben zu Viert (Ruth, Fritz, Fouad und ich) Richtung Kistenpass. Zuerst geht der Weg etwa 150 Höhenmeter hinunter und steigt dann Richtung Süden hinauf zur Kistenpasshütte. Für das kleine Schneefeld unterhalb der Hütte waren die Steigeisen und der Pickel noch nötig. Etwa um halb Zehn erreichten wir diese Hütte wo wir uns ein Kaffee servieren liessen. Die gewaltige Aussicht und der tief unter uns liegende Limmerensee beieindruckte uns bei dieser Hütte. Ab hier ging der Weg zuerst fast flach dann leicht geneigt hinunter zum Kistenpass (2640müM). Hier auf dem Pass ist auch die Grenze zum Bündnerland. Wie weiter hinunter dass wir liefen, wie lieblicher wurde die Gegend. Entgegen den tiefen felsigen Täler vom Glarnerland wanderten wir durch grüne Weiden bei der Alp „Rubi Sura“ vorbei und kurz nach halb Zwölf erreichten wir die Alp Quader. Hier wartete ein Bus der uns hinunter nach Brigels brachte. In Brigels hatten wir noch kurz Zeit um auf einer Terrasse etwas zu Trinken. Ab Brigels zuerst mit dem Postauto nach Tavanasa, ab Tavanasa mit dem Zug über Chur, Zürich und Bern nach Zweisimmen wo wir abends um sieben Uhr wieder zuhause waren.

Der Berichterstatter: Beat Schmid
Lenk, 1.August 2018

Bericht zum herunterladen: Kistenpass

Weitere News
Kontakt

Haben Sie Fragen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir melden uns so bald wie möglich bei Ihnen.

Not readable? Change text. captcha txt