Tourenbericht Blumenwanderung Äschiried – Brunni- Suldtal 26. Juni 2016 (Ersatztour für Saas-Fee)

Tourenleiter: Hanspeter Feuz
Teilnehmer: Amsler Hans und Ursula, Siegfried Regula, Hählen Charly und Ursula

Nach dem Konsultieren der Webcams um Saas- Fee wurde es Hanspeter schnell klar, dass in dem Gebiet noch zu viel Schnee lag und folglich wohl auch noch keine Blumen blühen. Eine alternative Tour musste her. Im Raum Äschiried hatte er schnell eine gefunden, kennt er dieses Gebiet doch wie seine eigene Hosentasche.
Wenn da nur nicht das unsichere Wetter wäre. Eigentlich sollte es Sommer sein, aber die Prognose für den 25. Juni war miserabel. Für den nächsten Tag war eventuell, unter Umständen, vielleicht oder eben doch besseres Wettet angesagt.
Das bekannt Zupfspiel: „sie liebt mich“. „sie liebt mich nicht“ wurde auf die Wetterprognose nach dem Motto: „wir gehen“. „wir gehen nicht“ angepasst. Der definitive Entscheid wurde auf den Sonntagmorgen um 07.00 Uhr festgelegt. Falls ein Rundtelefon kommt gehen wir nicht, falls keines kommt gehen wir.
Der Wecker reisst mich um 06:15 aus dem Schlaf. Bei einem ersten Blick aus dem Fenster sehe ich nur Nebel aber der zweite lässt mich hoffen. Sehe ich doch etwas „Blaues“ am Himmel. Ich denke wir gehen und so treffen wir uns um halb acht auf dem abgemachten Besammlungsplatz. Keiner zweifelt und so fahren wir guten Mutes nach Äschiried. Für den Ticket Automat ist es auch noch etwas früh aber schlussendlich spuckt er doch das gewünschte Park Ticket aus.
Ein Eingehen war nicht gross möglich, geht es doch gleich relativ steil auf asphaltierter Strasse aufwärts. Gott sei Dank war dieses Teilstück nur kurz, denn bald zweigen wir auf einen angenehmen Pfad ab. Dieser führt uns über einen wunderschönen Kamm bergwärts. Gelegentlich erhaschen wir durch die Nebelfetzen einen Blick auf den Thuner- oder Brienzersee. Hanspeter benennt die Blumen am Wegesrand und erklärt uns die Gipfel die zu sehen sind. Zum Teil auch solche die man hinter dem Nebel erahnen muss. Der Weg ist zum Teil extrem nass und matschig. Dies ist kein Wunder, sind doch am Vortag im Raume Interlaken gemäss Meteo SRF 66,1 mm Regen gefallen. Dies entspricht fast der Hälfte des Juni Niederschlags.
Nach knapp 2 1/2 Stunden stärkt uns ein Kaffee bei der Brunni Hütte auf 1646 m ü.M. Nun geht es nur noch abwärts Richtung Suldtal. Der Weg wird aber plötzlich einiges alpiner und verlangt bei diesem glitschigen Untergrund ein vorsichtiges Gehen. Bei der Huetmad sucht Hanspeter vergebens nach der sonst so üppigen Alpenflora. Wo sind die Blumen nur geblieben? Sind sie schon verwelkt oder sind wir jahreszeitlich zu früh dran?
Wir konzentrieren uns auf den steilen Abstieg und nehmen den Weg Richtung „Pochtefall“. Das Getöse dieses Wasserfalls haben wir schon oben auf dem Grat gehört. Unglaublich… und wir sind gespannt wie er aus der Nähe aussieht. Die Schlucht mit dem abschliessenden 80 Meter hohen Fall ist beeindruckend und die zurzeit grosse Wassermenge lässt ihn sehr imposant erscheinen.
Eine Stärkung im Restaurant „Pochtenfall“ tat dem Magen und Seele gut. Viele interessante Gespräche während der Wanderung und im „Beizli“ runden diesen abwechslungsreichen Anlass ab.
Entlang dem wilden und romantischen Suldbach erreichen wir sechs wanderfreudige Sektiönler gegen vier Uhr wieder den Startpunkt.

Dir Hanspeter gebührt ein grosses Dankeschön. Du hast dich von den Wetterkapriolen nicht unterkriegen lassen und dank deiner Flexibilität bezüglich Umorganisation durften wir einen wunderbaren und lehrreichen Wandertag erleben.

Der Schreiberling Charly Hählen

Bericht zum herunterladen: Blumenwanderung Äschiried

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