SAC Tour Lidern Hütte Chaiserstock vom 23.-24. Juli 21

Leitung: Beat Schmid

Teilnehmer: Beat Schmid, Bernhard und Käthi Riedo, Margrit Haari, Toni Schmid,
Ruth und Fritz Dubach

Geplant war die Tour; Lidernhütte-Chaiserstock-Rosstocklücke- Muotathal.

So flexibel wie die Gruppe zusammengesetzt war, so harmonisch konnte dann auch die Tour vor Ort den Wünschen, dem Können der Teilnehmer und dem Wetter angepasst werden.

Bis Sisikon fuhren wir mit Privatauto, stiegen um ins Taxi für die Fahrt durchs Riemenstaldenthal bis zur Talstation Käpeliberg, von wo die Bahn auf Gitschen nahe der Liedern Hütte hinauf führt. Die Seilbahn nimmt in einer „Metallkise“ fünf Personen pro Fahrt mit, so dass sich daraus eine kurze Wartezeit ergab.

Nach einer Pause und der Gewichtserleichterung aus den Rucksäcken in der Hütte, stiegen wir bei schönstem Wetter auf gutem Weg neben dem Schmalstöckli, unterhalb dem Hüendersädel hinauf bis zum Einstieg unterhalb vom Chaistertor. Während eine Teilnehmerin bereits wie eine Gämse zum Chaistertor emporstieg (in ihren Gedanken: “endlich wieder einmal richtigen Fels anfühlen“),

entschieden sich zwei Teilnehmer hier um zu kehren. Dafür auf einem andern Weg in Richtung Liderner Plängeli und zurück zur Hütte in aller Ruhe die wunderbare Umgebung und Blumenpracht zu geniessen.

Für die Gipfelbezwinger ging‘s vom Chaisertor weiter um einen Felsen herum und dann in schöner Kletterei steil hinauf auf den Grat, abgesichert mit Seilen und Ketten. Anschliessend im Zick-Zack-Weg über den Grat hinauf auf den Gipfel . Glücklich über das Gelingen kommen alle oben bei einem grossen eindrücklichen Kreuz an. Hier gibt es eine schöne Rundsicht ua auch auf die verschiedenen Arme des Vierwaldstättersees. Mit der entsprechenden Vorsicht steigen wir später wieder hinunter bis unterhalb des Chaisertors. Hier trennt sich diese Gruppe nochmals. Während zwei Teilnehmer mehr oder weniger direkt zur Hütte absteigen, queren die drei „athletisch fittesten“ Teilnehmer noch hinüber zur Rosstocklücke, um für den nächsten Tag, den blau markierten Abstieg von dieser Lücke hinunter zu erkunden.

Bei dem gemütlichen Umtrunk zurück in der Hütte, war bereits ersichtlich, dass das Wetter für den nächsten Tag, mit einem stahlblauen Himmel wohl noch nicht ganz gesichert war.

In der Hütte hatte es wegen dem einfachen „Zustieg“ mit der Bahn und einem interessanten Kletterfelsen direkt neben der Hütte, auch einige Familien. Ein Lob dem jungen Hüttenpaar, sie haben uns wunderbar bekocht. Das Rindsragout war zart und schmeckte hervorragend! Der Wein dazu mundete uns zwar gut, aber die Etikette mit zwei grossen Totenschädeln darauf war für einige am Tisch doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Morgen zweiter Tag: „Neues Wetter , neue Entscheide“. Klar war , dass der geplante

500 Höhenmeter Aufstieg zur Rosstocklücke und die anschliessende 12 km Strecke über die Seen Alp und das Hürital nach Muotathal nicht möglich waren. Als Variante wäre noch der Aufstieg zum Spilauersee und dann auf dem direkterem Weg nach Muotathal gewesen. Der leichte Regen, der aber gleich einsetzte, nahm uns die Entscheidung ab. Wir steigen 300 Höhenmeter ab Richtung Muotathal bis Höchi. Inzwischen hat sich aber das Wetter wieder gebessert und gemeinsam entscheiden wir über ein neues Ziel.

Über den Wannentritt, über Füdlen (keine Erfindung von mir, es steht so auf der Karte) wandern wir auf den Stoos.
Einige waren noch nie dort, und alle wollten auch die neue Standseilbahn die mit einer Steigung von max. 110 % gebaut ist, besichtigen und mit dieser hinunter fahren.

Nach einer Wanderung von etwa 4 Stunden und einem Kaffeehalt auf dem Stoss, fahren wir mit der neuen Bahn ins Tal. Beeindruckt sind wir von der Technik dieser Bahn. Weniger (positiv) beeindruckt sind wir von den Veränderungen auf dem Stoos in den letzten Jahren. Während früher hier nur ganz vereinzelt ein Haus stand, besteht dort heute ein Dorf vor allem mit Ferienhäusern, Luxushotels und einem riesigen mehrstöckigen Beton-Neubau direkt neben der Bahn. Bei der Talstation unten hat es ein mehrstöckiges Parkhaus für sicher mehrere 100 Autos. Dafür eine relativ bescheidene Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Die momentanen Wettergabriolen in der ganzen Welt hat es wahrscheinlich bei der Planung dieser Anlage noch nicht gegeben.

Wir erreichten aber mit einigen Wartezeiten doch unseren Ausgangspunkt Sisikon.

Für den Bericht Fritz und Ruth Dubach

Bericht zum herunterladen: Chaiserstock

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