Die Reise begann bereits eine Woche vor dem Aufstieg. Täglich beobachteten wir den Wetterbericht für das Wochenende. Ständig änderten sich die Verhältnisse, zwischen Sonne, Sturm und Neuschnee war so ziemlich Alles dabei. Aber wie alle vertrauten auf Peters Erfahrung und waren uns sicher, er würde nur aufsteigen, wenn wir auch eine sichere Chance hatten den Gipfel erreichen.

Da bis Freitagabend keine Nachricht eintraf, dass die Tour verschoben wird, packten wir unsere Rucksäcke und die Ausrüstung zusammen und machten uns für Samstag startklar.

Um 11 Uhr trafen wir, das sind Barbara, Manuel und Gernot, uns mit Peter in Zweisimmen, Beat und Bruno sollten wir später in Grindelwald treffen. Alle vereint bestiegen wir zu Sechst die Bahn zur Kleinen Scheidegg. Dort angekommen machten wir erstmal eine gemütliche Mittagspause mit Aussicht auf Grindelwald. Der Mönch versteckte sich bereits hinter dem dichten Nebel und auch die Eigernordwand zeigte sich nur hier und da. Doch der Wetterbericht sah ein gutes Wetterfenster für den Sonntagmorgen voraus, und daher fuhren wir guter Dinge weiter hinauf auf das Jungfraujoch. Oben auf 3454m angekommen, nahmen wir die letzten 45 Minuten unter die Füsse. Die Sicht und das Wetter waren bescheiden, doch wir wussten, morgen würde es aufklaren.

Die Hütte erblickten wir durch den Nebel erst ca. 30 Meter bevor wie sie erreichten. Peter ging voraus und organisierte das Zimmer mit dem Hüttenchef. Danach folgte ein Nachmittag mit Kuchen, literweise Tee, Jass-Runden und einem gemütlichen Abendessen. Die Sonne zeigte sich gross nicht und so blieben wir mehrheitlich in der wärmenden Hütte.

Tagwache war um 5.30 Uhr am nächsten Morgen. Nach einem guten Zmorge brachen wir um 6.30 Uhr auf und waren um 7.00 Uhr bei klarstem blauen Himmel und Sonnenschein am Einstig zur Normalroute. Der Wettergott meinte es gut mit uns und bescherte uns perfekte Aufstiegsbedingungen. In 2 Seilschaften à 3 Mann machten wir uns auf den Weg. Bereits nach der ersten Felsnase entschieden wir uns die Steigeisen zu montieren, da einzelne Felspassagen noch vom gestrigen Nebel mit einer leichten Eisschicht überzogen waren. Danach ging es Schritt für Schritt weiter bergauf. Fels wechselte mit sehr gutem Firn ab und machten somit die beiden Steilaufschwünge am Vorgipfel und ebenso den ausgesetzten Gipfelgrat sehr gut passierbar. Bereits nach 1.45 Stunden erreichten wir als Erste an diesem Tag den Gipfel des Mönchs und konnten ungestört eine grandiose Aussicht vom Matterhorn bis zum Vierwaldstätter-See geniessen.

Nach einer guten Zwischenstärkung auf 4107m machten wir uns an den Abstieg, welcher nochmal unsere ganze Konzentration benötigte. Die Wolken waren bereits über den grossen Aletschgletscher bis zu uns hinauf gezogen und die Sicht auf 50 Meter beschränkt. Doch störte uns das nicht weiter, hatten wir doch die Aussicht noch voll und ganz genossen. Manch eine Stelle sicherten wir Einzeln über den Fels hinab um auch sicher wieder unten am Einstieg anzukommen.

Zackig ging es über den sehr guten Trittfirn wieder talwärts. Während wir abstiegen kamen uns nun auch die einzelnen Seilschaften der Tagestouren entgegen und belebten so die Route etwas. Erstaunlich war, dass wir bereits fast unten am Einstieg antrafen, als diese Gruppen erst den Aufstieg begannen.

Nach genau 3.45 Stunden waren wir alle 6 wieder wohl auf und glücklich am Einstieg angekommen und gratulierten uns erneut für die tolle Zusammenarbeit und Kameradschaft auf dieser Tour. Das Material wurde unter den staunenden Augen einiger asiatischer Touristen verstaut und los ging es retour zum Jungfraujoch.

Da das Wetter hier oben nicht gerade zum weiteren Verweilen einlud, machten wir uns auf den Weg zurück Richtung Kleine Scheidegg und auf zu unserem gestrigen Picknickplatz. Sicht auf die Nordseite des Mönchs genossen wir die mittägliche Stärkung aus dem Rucksack und die letzten Minuten am Berg.

Das Belohnungs-Eis in der Hand, bestiegen wir die Zahnradbahn Richtung Grindelwald Grund und fuhren entlang der imposanten Eiger-Nordwand wieder hinunter ins Tal. Hier trennten sich wieder unsere Wege. Bruno und Beat fuhren weiter mit dem Zug Richtung Interlaken und Bern. Peter, Barbara, Manuel und Gernot fuhren zurück ins heimische Obersimmental.

Wir möchten hiermit nochmals ganz Herzlich Peter für die tolle Organisation und Durchführung der Tour danken. Allen Teilnehmern nochmals ein grosses Dankeschön für die grossartige Kameradschaft am Berg und auf der Hütte. Es hat riesigen Spass gemacht.

Teilnehmer: Peter Gempeler, Barbara Allenbach, Manuel Beutler, Beat Messerli, Bruno Schletti, Gernot Brendle.

Bericht zum herunterladen: Mönch
Power-Point Präsentation von Beat Messerli: Präsentation Mönch

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