Jubiläumstour „Rund um s’Wildhore vom 18. bis 21. Juli 2020

Die Wettervorhersagen für diese viertägige Jubiläumsbergtour unter der Leitung von Heidi Gempeler waren bestens. Die Tour führte uns am ersten Tag von der Iffigenalp zur Wildstrubelhütte. Am zweiten Tag weiter über den Col des Eaux Froides in die Cabane des Audannes. Am dritten Tag über den Col des Audannes, Arpelistock in die Geltenhütte und von dort zurück auf die Iffigenalp.
Am Samstagmorgen zog unsere neunköpfige Gruppe von der nebelverhangenen Iffigenalp los über den steilen Hüttenweg zur Wildstrubelhütte. Der Weg war noch nass vom Regen und an den Grashalmen glitzerten unzählige Regentropfen. Auf dem Abschnitt zu den Rawilseeleni begrüsste uns eine wunderschöne Blumenpracht. Bei den Seeleni genossen wir an der warmen Sonne unser Znüni, gut gestärkt nahmen wir den letzten Abschnitt, über den Schnee, zur Wildstrubelhütte in Angriff. Wer noch nicht genug hatte, bestieg am Nachmittag noch den Rohrbachstein. Von den letzten Sonnenstrahlen liess sich der Nebel endgültig verdrängen und wir erlebten einen wunderbaren Sonnenuntergang.
Sonntag 19. Juli 2. Tag

Bei strahlendem Sonnenschein starten wir munter zur 2. Tagesetappe Richtung Rawilpass,
Der steinige Weg war übersät mit gelb strahlendem Gemswurz.
Alle Blumen blühten in voller Frühlingspracht im grasigen „Alpage du Rawyl“.
Leichtfüssig kamen wir zum ” Plan des Roses“ wo wir eine Mittagsrast einlegten und
die wunderbare Farbe des Sees in der imposanten Bergwelt genossen.
Wir sahen die Walliser 4000er, die höchsten Gipfel in lockere Wolken gepackt und den ” Lac de Tseuzier ” in voller Grösse und der schönsten blau-grünen Farbe.
Danach durchquerten wir das riesige Karstfeld ” Ténéhet “, das uns alle sehr beeindruckte…
Wie lange arbeitete die Natur wohl an diesen speziellen Gesteinsformen?
Auf dem “Col des Eaux Froids” angekommen hatten wir bereits einen wunderbaren Ausblick auf den “Lac des Audannes” und auf unser heutiges Tagesziel die speziell geformte „Cabanes des Audannes,
in der Hütte angekommen genossen wir als erstes ein kühles Getränk, nach dem Zimmerbezug und Kaffee und Kuchen verbrachten wir die Zeit bis zum Abendessen mit jassen.
Nach einer eifrigen, angeregten Diskussionsrunde begaben wir uns zur verdienten Nachtruhe.

Montag 20. Juli 3. Tag
Nach einigen Startschwierigkeiten beim Frühstück beginnt unsere Wanderung mit einem nicht steilen Anstieg zum Sattel La Selle dieser nicht steile Teil war ideal zum Einlaufen, ab La Selle nimmt die Steilheit bis zum Col des Audannes stetig zu, auf dem Pass angekommen staunen wir ab der grandiosen Aussicht auf die Mont-Blanc Gruppe und die Walliser Berge, nach einer kurzen Pause steigen wir nun über die gesicherte Stelle mit Leitern und den Fixseilen in das Gebiet Grand Gouilles ab, auf dieser Ebene bestaunen wir erneut die vielfältige Blumentracht und den wunderschönen See mit den Eisblöcken „fast wie in der Antarktis“ , nun steigen wir weiter bis zum Arète de l’Arpille, langsam aber stetig steigen wir dem Gipfel des Arpelistock entgegen, nach dem wir auch den nicht ganz einfachen Gipfelhang hinter uns gebracht haben, gibt es noch ein paar Schritte und wir stehen alle auf dem Gipfel des Arpelistock „den Höhepunkt unserer viertägigen Tour“, nach der ausgiebigen Mittags-Rast und dem obligaten Gipfelfoto nehmen wir die 1000 Höhenmeter Abstieg durch das wunderschöne Rottal unter die Füsse, zum Teil konnten wir auch noch über Schneefelder abrutschen, unten in der Ebene angekommen gab es ein erfrischendes Fussbad im kühlen Bergbach, nun nehmen wir noch den letzten Teil bis zur Geltenhütte in Angriff, müde aber glücklich genossen wir vorerst ein kühles Getränk, bevor wir dann unser Zimmer bezogen, vor dem Abendessen war Körperpflege angesagt, anschliessend genossen wir ein herrliches Abendessen und einen sehr schönen Abend in der Geltenhütte mit Rückblick auf die vergangenen Tage.
Dienstag, 21.07.2020 4.Tag
Am Vorabend wurde von Heidi angekündet, dass es wieder um 06.15 Uhr Tagwache gebe. Um 06.00 Uhr kam Bewegung in die Wandergruppe und das Zimmer wurde aufgeräumt und sauber hinterlassen.
Vom Geltenhüttenteam wurden wir freundlich begrüsst und begannen mit einem wunderbaren Morgenessen den letzten Wandertag.
Um 07.00 Uhr starteten wir über das Gältetrittli zum Chüetungel, dann hinauf zum Stieretungel. Bei der Stieretungelhütte konnten wir nicht vorbeilaufen, ohne auf den einladenden Bänken vor der Hütte bei Familie Trachsel Platz zu nehmen. Wir genossen einen feinen Kaffee und einige kauften Käse und Wurst.
Nach dem Aufstieg über den Hängstesprung nahmen wir mit Blick auf den Iffigensee das Mittagessen ein.
Beim Abstieg zur Iffigenalp grollte es in der Ferne und es fielen ein paar Regentropfen. Die Wolken verzogen sich und als wir um 13.00 Uhr in der Iffigenalp ankamen schien die Sonne wieder.
Nach einem gemütlichen Trunk verabschiedeten wir uns gut gelaunt nach vier wundervollen Wandertagen.
Wir bedanken uns bei Heidi Gempeler ganz herzlich für die sehr gut vorbereitete und fachkundige Wanderleitung.

Bericht: Cornelia, Regula, Peter und Margit
Fotos: Charles Hählen

Bericht zum herunterladen: Wildhorn

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