Seniorentour Mittwoch  den 10. April 2013 Jaun- Reidigen- Garten

8 Teilnehmer: Ursi und Hans Amsler,  Heidi Gempeler, Bernhard Riedo,  Alois Albisser, Paul Ueltschi, Ruth und Fritz Dubach

Lust und Frust eines Tourenleiters

Zum Frust:

Seit längerer Zeit beobachte ich den Wetterbericht genau, und es scheint klar, dass der Mittwoch vom Wetter her der bessere Tag ist, als der im Programm vorgesehene Donnerstag. Bei ständig neuen Störungen die über unser Land ziehen, scheint es am Mittwochvormittag ein Zeitfenster mit etwas schönerem Wetter zu geben. Also entscheide ich am Mittwoch zu gehen.
Damit enttäusche ich bereits 3 Teilnehmer, die an diesem Datum nicht mitkommen können.
Bereits gegen Dienstagabend sehe ich jedoch, dass sich diese „Aufhellung“ wahrscheinlich etwas verzögert und erst am Mittwochnachmittag kommen wird. Nun braucht es nur noch so zu kommen, dass dann der Donnerstag vielleicht wegen Föhneinfluss  schöner werden wird, und schon ist der „Löl“ im Umzug dieser Seniorentour bestimmt.
Wie dem auch sei Am Mittwochmorgen  beginnt der Tag mit Regen, und am Telefon fragt mich ein Teilnehmer,  ob wir wirklich bei diesem misslichen Wetter starten wollen.
Ich bleibe aber dabei und wir 8 Teilnehmer treffen uns  um 7.30 Uhr im Dorf.
Ich Frage nach der gewünschten Variante; Jaunpasstrasse Garten, Reichenstein Erbetlaub Hundsrück, oder zurück ins Bett?  Mehrheits-Entscheid  Garten.
Nun zur Lust (oder eben zur Tour):
Wir starten  bei leichtem Regen über den Jaunpass, wo wenig frisch gefallener Schnee liegt,  bis Bühl oberhalb Jaun, können dann auch noch ein wenig der Strasse Richtung Reidigen hinauf fahren, wo wir nach dem Parken direkt vom Auto weg mit den Skis laufen können . Der Aufstieg nach Reidigen ist einfach und problemlos und auch das Wetter scheint hier und da bereits etwas auf zu klaren.
Im Abschnitt von den Berghütten Reidigen zu den Schattställen hinauf, gelangen wir langsam in den Nebel. Der Sturm am Vorabend hat auch Teile der Landschaft vom Schnee leergefegt, und diesen in bis zu 10 Meter hohe Wechten transportiert. Vorsicht ist also angesagt.
Ein erster Halt machen wir  in einem solchen „Wechten Loch“ beim untern Stall.  Die Moral der Gruppe ist gut, und alle Teilnehmer erweisen sich als echte Alpinisten, die auch mit solchem  Wetter umgehen können.  Von hier  aus beginnt nun eine Nebeltour. Dank der guten Kenntnis  des Gebietes von mir und mehreren Teilnehmern, laufen wir aber zügig über den Rücken zum Grat und treffen genau beim Wegweiser auf dem Grat ein.  Die Sicht ist etwa 2-3 Meter und dazu ein unangenehmer Wind. Aber was soll’s, wir haben ja die wunderbare Aussicht von hier oben schon mehrmals bei schönem Wetter geniessen können. Wir entschliessen uns nach der Retablierung sofort wieder ab zu fahren. Zur Sicherheit  mit der Richtungsangabe des Kompasses.
Schon bald tauchen weiter unten wieder die Zaunpfähle  und  bald darauf auch „unser“  Schattstall auf. Wie man sich doch in einer solchen Nebelfahrt  mit dem absoluten Einheitsweiss, über „Kleinigkeiten“ wie über einen Zaunpfahl oder gar einen Schattstall freuen kann!  Zum Glück „wäre“ der Schnee hart und sehr gut zum Fahren, aber bei 5 Meter Sicht erfordert es trotzdem Vorsicht und langsames Fahren.  Weiter unten tauchen wir immer mehr unter die Nebeldecke und  geniessen die guten Schneeverhältnisse.  Bei  der Rotbodenhütte gibt’s dann erstmals einem richtigen Halt zum Essen.  Rings herum hat sich nun die Bewölkung zwar wechselnd, aber doch recht gut aufgelockert.  Wir versuchen möglichst jeden Sonnenstrahl zu erhaschen um eine  Foto zu machen.
“Die sollen nicht meinen….“
Die Abfahrt von hier bis zum Auto ist ein Genuss. Alle kurven durch den sehr gut fahrbaren Schnee hinunter. Der befürchtete „Plütter „ merkt man nur bei den letzten 100 Meter Abfahrt.
Bei einem Umtrunk im Bergmann Reidenbach feiern wir das Ende gut alles gut.
Schön, dass nach dem, vor allem für den Tourenleiter,  nervigen Vorgeplänkel, alle Teilnehmer (richtige Bergler) die Tour nicht als Frust, sondern als Lust  empfunden haben.
Anmerkung: Der Donnerstag wäre dann wirklich mit Dauerregen am Vormittag und Temperaturen um 10 Grad nicht besser gewesen.

Der Tourenleiter Fritz Dubach

Bericht zum herunterladen: Seniorentour Jaun-Reidigen-Garten

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