Tourenbericht Urnerland 26.-28. September 2014

Über die Durchführung der Tour zu entscheiden, war diesmal eine richtige Freude. Der Wetterbericht meldete sonniges und warmes Herbstwetter mit guter Fernsicht.

Am Freitagvormittag trafen wir uns in Göschenen. Nach einem Kaffee fuhren wir ein paar Kilometer weiter ins Göscheneralptal. Durch steilen Wald stiegen wir danach zum Regliberg, wo wir gemütlich rasteten und anschliessend weiter durch lichteren Wald in Herbstpracht weiter hinauf zur Salbithütte wanderten. Da wir zeitig waren, machten wir einen kleinen Umweg zu eine Seelein, wo die einen Heidelbeeren pflückten und die anderen einen gemütlichen Schwatz abhielten. Bei der Hütte genossen wir die Aussicht auf die Salbittürme aus Granit, beobachteten die Kletterer und genossen das Apéro im warmen Sonnenschein.
Im Essraum war es dann nicht mehr so warm und die Hüttenwartin wollte kein Feuer im Ofen anzünden.
Wir hatten ein Zimmer für uns, d.h. bis ca. 01.00 Uhr in der Nacht als die, die oben schliefen, Besuch erhielten und plötzlich Gestalten ob sich im Bett sahen und nicht recht wussten, ob sie träumten oder nicht. Wir unteren, wunderten uns dafür am Morgen, dass das plötzlich mehr Leute war als um 22.00 Uhr. Wie sich herausstellte waren die beiden Kletterer erst spät zur Hütte zurückgekommen, da der Abstieg schwieriger als geplant war.
Nach dem Frühstück und mit den ersten Sonnenstrahlen starteten wir die Königsetappe zur Voralphütte. Zuerst noch leicht ansteigend über Wiesen und Steine und bald schon auf einem Grasband ging es weiter. Wir zogen die Gstältli an und sicherten uns mit Klettersteigsets. Bald erreichten wir die Salbitbrücke über die erste Schlucht, welche ein paar von uns mit einem mulmigen Gefühl überquerten um auf der anderen Seite sogleich auf einer Leiter weiterzusteigen. Danach ging es gemächlich weiter zum Salbitbiwak, wo wir die Aussicht über Nätschen – Gemsstock – Galenstock – Dammastock und Sustenhorn genossen. Und immer wieder ein Blick zu den Kletterern, welche in den steilen Wänden der Salbittürme aufstiegen.
Wir stiegen hinunter bis auf den Grund der zweiten Schlucht, der Spicherribichelen, welche lebendig aussah und waren froh, als wir die 35m Leiter hinter uns hatten. Über den steinigen Weg gingen wir weiter, machten ab und zu Pause um die Sonne zu geniessen und am Schluss kosteten wir vom hervorragenden Kuchen und Essen in der Voralphütte.

Wir starteten noch vor dem Sonnenaufgang am Sonntag. Zuerst ging es recht steil hinauf, über alte Moränen und einen Bach zum Horefellistock, danach durch wunderbare und urtümliche Landschaft, teilweise von Steinblock zu Steinblock, weiter zur Lücke, über welche wir Richtung Bergseehütte abstiegen.
Das letzte Stück des Weges führte uns durch die von Gletscher und Stein geformte Landschaft mit kleinen Seen, Mooren, Birken und Arven zur Göscheneralp. Die Natur zeigte ihre ganze Herbstpracht.
Nach einer kurzen Erfrischung fuhren wir mit dem Postauto zurück zu den Autos und anschliessend über die Pässe zurück ins Simmental.

Teilnehmer: Käthi und Bernhard Riedo, Beat Schmid, Heidi und Peter Gempeler

Die Tourenleiterin

Andrea Krieg

Bericht zum herunterladen: Urnerland

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