Tourenbericht Wildstrubelhütte 31.7. / 1.8.2019

„Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“
Johann Wolfgang von Goethe

Am 31.7. 2019 gegen 7 Uhr starteten Peter Gempeler, Manfred Lempen und ich Richtung Iffigenalp. In dichtem Nebel schwebten wir mit dem Bändli dem Weissmies entgegen mit dem Ziel, dem Wirtepaar Maxi und Konrad auf der Wildstrubelhütte beim Entrümpeln zu helfen.
Im Rohrbachhaus gab es eine Menge altes Zeug, was nicht mehr gebraucht wird und so konnten 2 – 3 Paletten damit für den Abtransport gefüllt werden.
Während die einen Paletten gefüllt wurden, wurden die anderen ausgeräumt, weil Lebensmittel für die Hüttensaison angekommen waren. Butter, Milch, Brot und Käse aber auch viele Harasse Bier  wurden im Keller verstaut.
Bei Pasta und Bolognese konnten wir uns stärken und bald kamen die ersten Tagesgäste an.
Der Nebel wollte an diesem Tag nicht so ganz verschwinden, trotzdem starteten wir am Nachmittag eine kleine Tour zum Rohrbachstein. Schön war der Augenblick, indem die Nebelschleier sich kurz verzogen und den Blick auf Crans Montana freigaben.
Als wir zur Hütte zurückkamen, waren Ruth und Fritz Dubach angekommen. Bei einem feinen Apero und Tagesgesprächen verging die Zeit bis zum z’Nacht. Und dieses war reichlich und lecker. Auf eine feine Tomatensuppe folgte in einer Schüssel so lecker angerichteter Salat, dass wir uns kaum trauten, ihn zu verteilen. Als Hauptspeise gab es Reis und Poulet mit Paprika. Das feine Dessert aus Stracciatellacreme passte auch noch irgendwo in den Bauch.
Da wir am Morgen des 1. Augusts ein lohnendes Ziel hatten, beliessen wir es bei einer Flasche des offerierten Weines des gesprächigen Tischnachbarn, der aus der Ostschweiz stammt, in Crans Montana ein Appartement besitzt und an der Elfenbeinküste lebt. Die Welt rückt zusammen – auch auf 2793 Meter ü. M.
Geschnarcht hat niemand, aber geschlafen haben halt auch alle nicht so fest.
Schon die Morgendämmerung zeigte, dass es einen schönen Tag geben wird. Gegen 7 Uhr starteten wir fünf ab der Hütte, über den Plaine Morte bis zum Fusse des Gletscherhorns. In zwei Seilschaften bestiegen wir das Gletscherhorn und wurden mit einer grandiosen Rundumsicht belohnt.
Vom Simmental, über das Flueseeli, den Walliser 4000ern und dem majestätischen Mont Blanc Massiv war alles zu sehen. Traumhaft!
Für mich war es ein besonderes Erlebnis am Nationalfeiertag mit 4 Vereinsmitgliedern auf 3017 m zu sitzen und die Aussicht zu geniessen. Die Kameradschaft und das Vertrauen untereinander, dass in den Bergen nötig ist, berühren mich immer wieder sehr. Auch beim Abstieg klappte alles gut.
Der Schnee auf dem Plaine Morte war inzwischen weich geworden und gegen 12 Uhr waren wir wieder an der Wildstrubelhütte. Nach einer kurzen Pause mit einer leichten Stärkung machten wir uns an den Abstieg zur Iffigenalp.
Bald bot sich den Augen ein farbenfroher Teppich aus kleinen Blumen mit kräftigen Farben, denen nur wenig Zeit bleibt bis zum nächsten Schnee.
Die Hütte war gut besucht. Merci vielmal an das Wirtepaar für ihren Einsatz. Aber auch im Tal nutzten viele Menschen den sommerlichen Feiertag für einen Ausflug in die Berge.

Merci vielmal für‘s Organisieren, für’s Fotografieren, für’s Führen, für die gemeinsame Zeit.
Es war schön mit euch unterwegs zu sein.
für den Tourenbricht Michaela Mende

Bericht zum herunterladen: Wildstrubelhütte

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