Nun war es endlich so weit! Vor über einem Jahr war die Idee geboren, dass ich mit dem SAC Wildhorn meine alte Heimat erkunde und wir die sächsiche Schweiz unsicher machen.
Ein individuelles Programm mit allerlei Abwechslung sollte zusammengestellt werden, sodass es eine Ausfahrt für jeden Geschmack wird. Nach einigem Hin und Her bei der Besetzung haben sich schliesslich zehn Sektionsmitglieder auf die Reise begeben (Oskar und Barbara Marggi, Ernst und Cornelia Gempeler, Stefan Hodel, Viviane Wicki, Robert Koller, Ernst Meinen, Bruno Schletti und ich (Ivette Richter)).
Am 23.9.26 machten wir uns 18:00 Uhr mit dem Zug auf nach Basel. Einer nach dem Anderen stieg auf dem Weg mit ein, sodass wir schliesslich alle in Basel vollzählig waren (zum Glück traf Vivi mit ein wenig Adrenalin aufgrund von Gleisänderungen in Thun auch rechtzeitig ein). Der Zug kam pünktlich 21:12 Uhr gen Dresden ins rollen. Wir bezogen unsere Luxusschlafstätten im tschechischen Nachtzug und Bruno beglückte sein Abteil noch mit einem Schlaftrunk. Allmählich löschten die Lichter in den Schlafabteilen und wir dösten in Vorfreude auf das, was uns erwarten wird ein.
Am Morgen 6:00 Uhr klopfte die Schaffnerin uns aus dem Schlaf, um uns das Frühstück ans Bett zu reichen. Ein wenig verträumt konnten wir das Flachland aus den Fenstern betrachten. Wo sind wir nur gelandet? Wiederum pünktlich kurz nach um 7 erreichten wir den Hauptbahnhof Dresden am Donnerstag morgen. Mit Erstaunen stellten wir fest, dass es, im Vergleich zu Schweizer Hauptbahnhöfen um diese Zeit, sehr ruhig, fast schon gespenstig einsam, auf dem Bahnhofsgelände war. Wir zogen unsere Tickets nach Pirna, wechselten das Gleis und siehe da, endlich hat sich die deutsche Bahn doch noch von ihrer bekannten Seite gezeigt: der eine Zug Totalausfall, zwischendrin kam auf unserem Gleis spontan ein Zug in die falsche Richtung und unser endgültiger Zug hatte dann noch die obligatorische Verspätung... Wir konnten es mit Humor nehmen und trafen schlussendlich gegen viertel ab 8 in Pirna dem "Tor zur sächsischen Schweiz" ein. Meine Schwester Isabelle nahm uns in strömenden Regen am Bahnhof in Empfang, um uns die Autoschlüssel Ihres Freundes Fabius zu überreichen. Durchgenässt eilten wir zum kleinen Nissan (liebevoll Nils genannt) und zum Oldtimer BMW (ein fahrerlebnis der besonderen Art). Vor lauter Gepäck sah man zwar nicht mehr aus den Auto`s hinaus, dennoch schafften wir die letzten Kilometer bis zu unserem Basecamp auf meinem elterlichen Hof in Dorf Wehlen souverän. Schnell brachten wir uns und unser Gepäck ins Trockene und wurden durch meine Eltern Ilona und Ingo herzlich in Empfang genommen. Es folgte eine sehr ausführliche Haus- und Hofführung, bei der schon die erste Neugierde über den typischen Fachwerkbau, DDR-Zeiten, ostdeutsche Landwirtschaft, Holzarbeiten uvm. gestillt wurde. Auch zu beachten waren die überaus gründlich sortierten Holzstapel von Ingo, welche ihn wahrscheinlich sofort zum Schweizer Ehrenbüger befördern würde ohne Einbürgerungstest. Beim anschliessenden Brunch rollte ein reger Austausch über unterschiedliche Gepflogeneiten/Erfahrungen/Erlebnisse an, der gefühlt die ganze Woche nicht abgebrochen ist. Wir verteilten gleich das Amt für die Küchenverantwortlichen und (ganz wichtig) ernannten Oskar zum Kaffeemanager für diese Woche. Jeder bezog sein Zimmer und seine Matratze nach Wahl und nach einem Powernap waren die Regenwolken so langsam auch verzogen. Wir machten uns um 13:00 Uhr auf zu unserer ersten kleinen Wanderung. Mit meiner Familie ging es quer durch Dorf Wehlen zur "Wilkeaussicht" und über einen Lehrpfad zum ehemaligen Steinbruch (aus dem unter anderem die Sandsteine zum Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden gewonnen wurde). Wir erblickten erstmals die Elbe und konnten den typischen sächsischen Sandstein bestaunen. Wieder im Basecamp angekommen wartete die sehr regional typische Eierschecke zum Verkosten auf uns. Ein Kuchen mit einer Eischaummasse, bei der es auf die Schichtverhältnisse ankommt. Die Kuchenkultur Sachsens wird uns durch die ganze Woche begleiten - dank der gelernten Bäckerin Ilona kommen wir täglich in den Genuss von Streuselkuchen, Bebe uvm. Den Abend lassen wir mit Kartoffelsalat, Bockwurst und Radeberger Bier ausklingen.
Aufgrund des regnerischen ersten Tages darf die kommenden drei Tage offiziell nicht am Sandstein geklettert werden, wodurch wir spontan unser Programm problemlos angepasst haben. Wir nahmen am Freitag unsere für Sonntag geplante Wanderung in Angriff. Onkel Jocheli und Tante Petra brachten zum Frühstück Semmeln mit und wir starteten nach dem Frühstück gegen 9:00 Uhr zu Fuss durch die Teufelsschlüchte über den Steinernen Tisch zur Basteibrücke (das Zermatt der sächsischen Schweiz ;)). Der ortskundige Wanderleiter des Tages war Onkel Jocheli, welcher aufkommende Fragen nach besten Wissen und Gewissen beantwortete. Wir wurden in der Heringshöhle zu Höhlenforschern, entdeckten Schwefel an den Wänden der Teufelsschlüchte, kraxelten durch märchenhafte, vermooste Landschaften und wilde (Ur-)Wälder. Am Steinernen Tisch stärkten wir uns in einer herzigen, einfachen Beiz mit Kuchenselbstbedienung und machten uns auf zum Touristenstrom an der Bastei. Dies ist eine Sandsteinbrücke, welche auf dem Areal bei einer Burgruine inmitten der Sandsteintürme eingebettet ist. Nach reichlichem Bestaunen der Felsformationen ging es die vielen Treppen hinunter zum kleinen idyllischen Luftkurort Rathen. Im Wald wurden wir Zeuge, was für eine Verwüstung ein Sturm 6 Wochen zuvor angerichtet hat. Umgeknickte Bäume lagen wirr übereinander & waren wie Mikadostäbe im ganzen Tal verteilt. Später sollten wir durch einen Nationalparkwächter sogar noch erfahren, dass ein aus Zweisimmen stammender Schweizer Helipilot bei den Aufräumarbeiten des Waldes beteiligt ist. Die Welt ist klein. Im Kurort Rathen gönnten wir uns abermals einen Imbiss und kürzten, dank Onkel Jochelis Spontanität, den Rückweg nach Stadt Wehlen ab. Mit dem Dampfschiff ging es elbabwärts nach Stadt Wehlen. Nach einem Abstecher in der Radfahrerkirche Stadt Wehlen stiegen wir wieder auf nach Dorf Wehlen zu unserem Basecamp. Den Abend gestalteten wir mit Lagerfeuer und Soljanka, wobei sich noch alte Freunde von mir mit ihrem Nachwuchs dazu gesellten.
Am Samstag brachte Onkel Jocheli und Tante Petra abermals Semmeln zum Frühstück, um gestärkt den Tag anzugehen. Heute war Röbi`s Kulturtag! Auf in die Landeshauptstadt Dresden, dem Elbflorenz von Sachsen! Mit den Auto`s nach Pirna, weiter mit dem Bus zum Schloss Pillnitz mit seinen Weinhängen und von dort aus die lang ersehnte Dampfschifffahrt auf der Elbe entlang zur Anlegestelle Brühlsche Terrasse in Dresden. Auf dem Weg erblickten wir bereits erste Schlösser von August dem Starken und bekamen einen ersten Eindruck vom Prunk der barocken Herrschaften. 14:00 Uhr trafen wir unseren privaten Stadtführer Robin (ein Uhrmacherarbeitskollege und guter Freund meiner Schwester, welcher dafür bekannt ist geschichtliches Wissen aufzusaugen). Er führte uns durch die Altstadt, unter anderem vorbei an der Frauenkirche, der "Zitronenpresse", dem Neumarkt, dem Fürstenzug, dem Stallhof, dem Schloss, dem grünen Gewölbe bis hin zum Zwinger und über die Augustusbrücke zum goldenen Reiter. Gespickt mit vielen Annekdoten und Eckdaten endete die Führung an der Semperoper. Mit knapp drei Stunden wurde der zeitliche Rahmen zwar leicht überzogen, aber für seine erste offizielle Stadtführung waren wir gerne seine Versuchskaninchen und genossen seine humorvolle Erzählweise im lausitzer Dialekt. Erstmalig trennten sich hier die Wege unserer 10er-Gruppe. Röbi, Vivi, Barbara, Ernst und Oskar hatten Karten für die Semperoper und genossen die eindrückliche Inszenierung von "Carmen" (bei Fragen zu Details müssen entsprechende Personen kontaktiert werden – ich kann nur abschätzen, dass es wohl sehr gut war, aufgrund der begeisterten Erzählungen beim wieder zusammenkommen ;)). Die Kulturbanausen hockten sich derweil in bester Gesellschaft von Robin zunächst in den Biergarten "Watzke" um schliesslich weiter zu ziehen vorbei an der ehemaligen Tabakfabrik Yenidze (einprägsames Gebäude) in das Szeneviertel Friedrichsstadt. Hier reservierte uns Robin`s Mann Frank bereits einen Tisch in einer Eckkneipe. Einfache, aber umso schmackhaftere Speisen füllten unsere Mägen, sowie unzählige Hopfengetränke. Unser Stadtführer entpuppte sich zu später Stunde als ausgesprochen talentierter Sänger, sodass an unsere Ohren doch noch kulturell hochstehende Klänge vordrangen. Die Vernunft trieb uns kurz vor 23:00 Uhr zum Bahnhof Dresden Mitte und wie es der Zufall wollte ist unsere Operngruppe ab Hauptbahnhof mit dem gleichen Zug zurück nach Pirna und anschliessend nach Dorf Wehlen gefahren.
Nach einer kurzen Nacht nahmen wir 7:30 Uhr mit etwas kleinen Augen am Sonntag das Frühstück zu uns. Endlich ging es tiefer ins Gebirge. Unser heutiges Ziel sind die Pfaffensteine auf der anderen Elbseite. Nach einer halbstündigen Autofahrt erreichten wir 9:00 Uhr den Parkplatz. Hier wurden wir freudig winkend eingewiesen von Emil, dem Sohn unserer Kletterführerin Elisa. Die Seile wurden an die Kletterer verteilt und dann machten wir uns auf zu unserem ersten Gipfel der sächsischen Schweiz. Am Fusse des Gipfels namens Förster angekommen hörten sich die Wanderer unter uns (Röbi, Cornelia, Barbara und Oskar) noch kurz die Theorie der Besonderheiten des Kletterns im Elbsandsteingebirge an und gingen anschliessend ihren eigenen Weg (auch hier verweise ich darauf besagte Personen direkt zu kontaktieren bei Rückfragen). Zu den Besonderheiten zählt beispielsweise das Legen und Absichern der Wege mit Knotenschlingen, Magnesia ist verboten ebenso wie TopRope klettern. Elisa hatte bei der ersten Route auch kein erbarmen mit uns. Sie stieg uns souverän einen Weg vor, der so ziemlich von allem etwas dabei hatte: Verschneidung, Kamin, Riss, Baustelle, Rollreibungsausstieg. Wir kämpften, wir schwitzten, wir bemühten uns neue Bewegungsmuster umzusetzen und im gewöhnungsbedürftigen sächsischen Sicherheitsverständnis versuchten wir den Überblick über die Seile zu behalten. Schlussendlich kamen alle irgendwie oben mit einem Grinsen auf den Lippen an. Die Zeit verging wie im Flug und wir mussten rasch abseilen, denn wir hatten im Berggasthaus auf dem Pfaffenstein 12:30 Uhr uns zum Mittagessen mit den Wanderern verabredet. Ausserdem war es gut den Gipfel wieder zu räumen, da dieser alsbald von einer grossen, sehr starken Klettergruppe belagert wurde (Sonntag+schönes Wetter waren spürbar). Mit etwas Verspätung trafen wir zum Mittag ein und konnten erste Eindrücke austauschen. Frohen Mutes machten wir uns auf zum nächsten Klettergipfel. Die sächsische Schweiz hat davon ja schliesslich ganze 1135 Stück und wenn wir als Sektion SAC Wildhorn alle besteigen wollen, haben wir festgestellt müssen wir uns etwas ran halten. Am Nachmittag gingen wir mit einem Abstecher zum Aussichtspunkt "Barbarine" zum Gipfel namens "Vierling". Hier lernte Stefan beim Nachstieg einer von mir auserwählten Route (ein dunkler, enger Kaminquergang Schwierigkeit II) das Fürchten - an dieser Stelle möchte ich mich nochmals aufrichtig bei Stefan entschuldigen ;). Elisa stieg dem Rest eine genussvolle, sonnige Wandkletterei vor. Wiederum kamen alle wohlauf am Gipfel an und konnten sich gemäss den sächsischen Kletterregeln im genormten Gipfelbuch eintragen. Jeweils zurück am sandigen Boden bekamen wir noch von Emil einen Vortrag über die Ameisenlöwen – sehr interessante Insekten. Nun aber die Füsse in die Hand nehmen und zurück zum Parkplatz. Während die Wandergruppe bereits in Dorf Wehlen beim Apero sitzt, hatten wir noch kleine Startschwierigkeiten. Da hatte wohl jemand das Licht am Morgen beim BMW brennen lassen. Abermals hatten wir mehr Glück als Verstand, sodass wir Starthilfe von einer Wandergruppe, die neben uns parkierte, erhalten konnten. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz an der Kletterkirche in Pirna an, um uns Ideen für optimale räumliche Nutzung eines Gotteshauses einzuholen. Die Kartoffelsuppe wartete bereits auf uns, als wir 19:00 Uhr auf den Hof in Wehlen rollten. Vom Vortag noch genug Hopfentee in Verdauung ging es diesmal etwas früher ins Bett.
Montag stand nochmals Klettern und Wandern auf dem Programm. Diesmal starteten die beiden Gruppen gleich unabhängig voneinader. Während sich die Wandergruppe zur Festung Königstein aufmachte (hier sind detailreicherere Ausführungen sicher höchst interessant), wurde der Klettertrupp 8:15 Uhr von Elisa abgeholt und fuhr ins Kirnitzschtal, eines der Kernnaturschutzgebiete des Nationalparkes. Wir parkierten an der Buschmühle und wanderten auf einsamen Pfaden durch den Urwald Richtung Lorenzstein. Wir trafen einzig den Nationalparkwächter, welcher uns noch freundlich über einige Verbote bzgl. Boofen (= sächsisches Biwakieren), Feuer usw. Aufklärte. Vor dem Rabentürmchen sollte unser erster Lagerplatz sein. Wir begonnen den Klettertag mit einem Crashkurs im Knotenschlingen legen und jeder hat sich daran am Wandfuss ausprobiert. Fazit: die halten ja doch einiges, wenn man sie gut legt. Stefan konnte nun auch einen heldenhaften Vorstieg am Rabentürmchen verzeichnen mit der Route "sagenhafte Kante" und so fiel Gipfel Nummer Drei für unsere Sektion. Das Panorama der unendlichen Weiten der Wälder mit den unzählig herausragenden Sandsteintürmen begleitete uns auch hier. Nach Gipfel Nummer Drei verlegten wir unseren Lagerplatz an den Fuss des grossen Lorenzsteins. Nach einer ordentlichen Mittagspause mit selbst geschmierten Bemmen (= sächsisch für belegte Brote) bekamen wir noch eine Einführung in das Lesen der Kletterführerbücher. Nach etwas Diskussion, wie was zu interpretieren ist, haben wir zwei schöne Routen gefunden. Stefan stieg in den Westweg ein, gefolgt von Bruno und Aschi, während Ivette, gefolgt von Ernst und Vivi, sich wieder einem schattigen Kamin, dem Septemberweg, widmete. Elisa blieb vorerst als Backup am Boden und kam dann doch noch zum Einsatz, um Stefan aus dem Kamin zu führen mit Seil von oben (Anmerkung der Redaktion: Platzangst ist unpraktisch beim sächsischen Kletterstil). Als dann alle wohlbehalten oben angekommen sind ging noch die Suche nach dem Gipfelbuch los. Dieser Gipfel war tatsächlich gross! Vivi fand es schliesslich auf einem Felsvorsprung, den wir zum Abschluss ebenso alle auf seine eigene Art erkraxelten. Nummer Vier ist gefallen! Jetzt fehlen dem SAC Wildhorn nur noch 1131 Gipfel in der sächsischen Schweiz. Laut Bruno in 5 Jahren machbar, wenn unser Schnitt zwei Gipfel täglich abzüglich der Regentage, bleibt. In der urigen Wanderer- und Klettererkneipe "Buschmühle" trafen wir uns alle zum Abendessen wieder. Bei Forelle und allerelei Hausmannskost liessen wir es uns gut gehen und fuhren mit beachtlichen Umleitungen (wegen einer Strassensperrung) wieder zu unserem Basecamp nach Dorf Wehlen. Hier hatten wir noch einen letzten Umtrunk mit Eierlikör und Rotkäppchensekt, bevor es ein letztes Mal auf die Luftmatratzen ging.
Dienstag und somit unser letzter Tag brach herein. Ein letztes reichhaltiges Frühstück mit Ilona und Ingo wurde eingenommen. Oskar konnte ein letztes Mal seinem Kaffeeauftrag dienstbeflissen nachgehen. Wir packten unsere grossen Rucksäcke und räumten auf, was wir aufräumen durften (die Mutti Ilona lässt sich ungern Arbeit abnehmen mussten alle lernen, sonst wird ihr ja langweilig ;)). Heute konnte Ilona Wanderleiterin sein. Sie führte uns zum Aussichtspunkt Ziegenrücken, an welchem wir gesehen haben, wie die Baumstämme aus dem Rathener Sturmgebiet geflogen wurden. Danach ging es zur kleinen Bastei zur Hocksteinaussicht, an der die steilen grossen Felswände nochmals bestaunt wurden. Anschliessend genossen wir den Rundumblick auf die Tafelberge an der Hohburkersdorfer Höhe und verabschiedeten uns so vom Gebirge. Am Hof in Wehlen packten wir nach dem Resteessen endgültig alles zusammen. Ein herzliches, ehrlich gemeintes "Auf Wiedersehen" wurde ausgetauscht und mit vollgestopften Auto`s fuhren wir nach Pirna. Hier hatte jeder nochmals den Nachmittag um letzte Andenken einzukaufen und das Schloss mit der Gedenkstätte Sonnenstein zu besuchen. In einer tschechischen Gaststätte sättigten wir uns und machten uns auf zum Bahnhof in Pirna, wo wir 19:30 Uhr von Isabelle und Fabius verabschiedet wurden, welche ihre Auto`s wieder entgegen nahmen. Unser tschechischer Nachtzug kam pünktlich 21:02 Uhr und wir konnten mit ganz vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen die Heimreise in die Schweiz antreten. Ebenso, wie die Hinfahrt, klappte alles reibungslos, sodass wir am Mittwoch, den 30.9.2026 um 7:19 Uhr in Basel SBB eintrafen (übrigens SBB ist in Sachsen die Abkürzung für "sächsischer Bergsteigerbund"). Unser Anschlusszug nach Zweisimmen brachte alle wohl behalten zurück in ihre Heimatdestinationen.
Ich danke allen Abenteuerlustigen, die sich auf diese Erkundungstour eingelassen haben. Trotz, dass ich von dort komme, war ich anfänglich etwas nervös, ob es für alle interessant wird, ob alle auf ihre Kosten kommen (nicht nur kulinarisch), ob alle Erwartungen erfüllt werden können bei so einer vielfältigen breitgefächerten Gruppe. Ich konnte das natürlich nur durch meine guten Helferlies vor Ort durchführen, da ich auch nicht mehr alles präsent im Kopf habe, schliesslich wohne ich bereits seit fast 20 Jahren nicht mehr in Sachsen. Mein Fazit: ich bin beeindruckt, was wir für eine super Gruppendynamik hatten: rücksichtsvoll, neugierig, interessiert und humorvoll. Ich habe meine ursprüngliche Heimat ebenso nochmals aus einem neuem Licht kennen gelernt. Es macht unglaublich viel Freude mit euch.
Ein letztes Zitat meiner Oma: "Für Fehler und Schrift haftet mein Stift." Ich habe diese Zeilen nicht noch einmal Kontrolle gelesen. Anmerkungen, Ergänzungen, Berichtigungen etc. sind selbstständig zu erledigen ;)
Seniorentour auf die Wätterlatte (2007müM)
Von Zweisimmen fuhren wir mit dem Auto Richtung Kiental und bei der Abzweigung kurz vor dem Dorf links hinauf bis zum Parkplatz auf Wittere (1360müM). Von hier wanderten zur Staldenweid und ab dieser Weid gings auf einem steilen Bergsträsschen auf den Renggpass. Von hier geht der Weg nach Norden und dann im gegenuhrzeigersinn um den Gipfel herum auf die Wätterlatte. Hier oben genossen wir während unserem Lunch aus dem Rucksack ein wunderbare Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Für den Rückweg gingen wir über die Standflue und beim Engel vorbei hinunter zum Auto auf Wittere. Teilnehmer: Ursula und Charly Hählen, Bernhard Riedo und Beat Schmid
Am Samstag, dem 12. September, machte sich eine Gruppe von acht bergverrückten Mitgliedern der Sektion Wildhorn auf den Weg zum Sustenpass, um die letzten Sommertage noch einmal richtig auszukosten.
Der Start war intensiv: Erst einmal eine Kaffeepause – denn ohne Koffein kommt bekanntlich niemand über die Baumgrenze. Danach marschierte die Gruppe zum Klettergarten Himmel, um den schönen Fels und die Sonne zu genießen. Adrian und Stefan verteilten großzügig Tipps, Ratschläge und moralische Unterstützung.
Röbi kletterte beeindruckend wie eine Gemse im Volltempo und verdiente sich damit eine kleine Siesta im Gras. Eva und Ivette reihten souverän die schwierigen Routen des Sektors aneinander. Lars, Annemarie und Loïc trainierten fleißig im 5b, um für den nächsten Tag bereit zu sein.
Adi beendete den Nachmittag mit einer Einführung in die Sicherungstechniken für Mehrseillängen – sehr zur Freude der Bergsteiger, egal ob Neulinge oder alte Hasen – bevor die Terrasse des Steingletscher Hotels die Gruppe zum Debriefing und zur Wahl der Routen für den Sonntag empfing.
Beim Abendessen kam plötzlich die Idee auf, Loïc für seine erste Tour mit der Sektion einer kleinen Aufnahmeprüfung zu unterziehen. Bevor jedoch jemand ein offizielles Formular basteln konnte, präsentierte Loïc bereits die vermutlich richtigen Antworten: Fromatthütte, 2475 m, Chumi, Hinteri Spillgerte. Die Versammlung nickte zufrieden – Prüfung bestanden, Aufnahme genehmigt.
Trotz der Befürchtung, dass an diesem schönen Sonntag halbe Schweiz im gleichen Gebiet unterwegs sein würde, wurde das Ziel klar gesetzt: der Pfriendler.
Die Routen boten perfekte Möglichkeiten, die am Vortag gelernten Techniken anzuwenden – und natürlich eine Menge Kletterfreude, besonders im Troïmli. Drei Seilschaften erreichten den Gipfel, der eine fantastische Aussicht auf den Steisee bot. Von dort glaubten sie sogar, Röbi beim Baden zu erspähen. Der Abstieg erforderte noch etwas Aufmerksamkeit, verlief aber problemlos.
Der Spruch von Bergführer Armin Oehrli, den wir auf dem Geltenhorn angetroffen haben, passte perfekt:
"Da herrscht lockere Atmosphäre..." es brauchte eine Weile bis wir begriffen was er meinte... es war eine Anspielung auf den nicht immer so soliden Fels auf dieser Tour…
Ansonsten war es eine wunderbare Tour mit schönem Vorherbst-Wetter (ausser beim Hüttenaufstieg zur Wildhornhütte)
Mehr Infos zur Tour sind in den Bilduntertiteln zu lesen:
Margrit, Ueli und ich starteten kurz nach 09 Uhr zur alternativ angebotenen Tour auf die Hochmatt.
Von Anfang an ging es steil hinauf Richtung Cheval Blanc. Über Kuh- und Schafweiden und zum Schluss über den immer noch stotzigen Grat.
Auf dem Cheval Blanc war es recht frisch, unter den Wolken sahen und erahnten wir das 360° Panorama über die Juraseen, Alpen und Voralpen. Weiter ging es kurz hinunter und dann wieder hinauf auf den Gipfel der Hochmatt, welcher uns mit Sonne begrüsste.
Mittagsrast machten wir dann etwas weiter unten, ausserhalb der Schafsrastplätze. Ein neugieriges Schaf gesellte sich zu uns :-)).
Danach stiegen wir via petite Hochmatt wieder ins Petit Mont ab. Bei Kaffee und Meringues im Restaurant Hochmatt liessen wir die Tour ausklingen.
Traditioneller Augusthöck mit «Züpfe u Chäs» im Stutz-Beizli
Bei herrlichem Sommerwetter fand der traditionelle Augusthöck unserer SAC-Sektion im gemütlichen Stutz-Beizli statt. Insgesamt nahmen 25 Mitglieder an diesem beliebten Anlass teil.
Vor dem geselligen Teil nutzten acht Mitglieder die Gelegenheit zu einer rund einstündigen Wanderung in der näheren Umgebung. Dabei konnten die Teilnehmenden die wunderschöne Aussicht auf die eindrucksvolle Simmentaler Bergwelt geniessen.
Anschliessend trafen sich alle zum traditionellen «Züpfe u Chäs». In gemütlicher Atmosphäre wurden angeregte Gespräche geführt und die Kameradschaft gepflegt. Für das leibliche Wohl sorgte die Familie Perren, die uns mit ihrer herzlichen Gastfreundschaft und einer ausgezeichneten Bewirtung verwöhnte.
Der traditionelle Augusthöck bot einmal mehr Gelegenheit zu interessanten Gesprächen, geselligem Beisammensein und schönen Stunden unter SAC-Kameradinnen und -Kameraden. Ein herzlicher Dank geht an die Familie Perren für die ausgezeichnete Bewirtung sowie an alle Teilnehmenden für den gelungenen Abend.
Am Wochenende vom 24. und 25. Juli machten sich sechs motivierte Bergkamerad:innen (Ernst, Florian, Rahel, Reto, Rösli, Stefan) mit dem ÖV auf den Weg ins Kiental. Unser Ziel: das Gspaltenhorn. Nach dem Hüttenaufstieg bei prächtigem Wetter am ersten Tag bestieg die Gruppe am zweiten Tag erfolgreich den Gipfel. Ein besonderer Erfolg, da fünf von uns das erste Mal auf diesem Berg standen.
Herzlichen Dank an Stefan und Florian für die tadellose Organisation und Tourenplanung. Diese rundum gelungene Tour bleibt uns noch lange in Erinnerung.
Am Wochenende vom 18. und 19. Juli 2026 führte unsere zweitägige Bergtour mit sechs Teilnehmenden (Margrit, Annemarie, Regula, Röbi, Oskar und Ueli) ins abwechslungsreiche Wildstrubelgebiet.
1. Tag – Iffigenalp – Laufbodehore – Wildstrubelhütte
Von der Iffigenalp starteten wir am Samstagmorgen Richtung Ritz. Bereits kurz nach dem Ausgangspunkt stiegen wir über das Firstli zum Laufbodehore hoch. Der abwechslungsreiche T4+-Anstieg bot immer wieder schöne Tiefblicke ins Simmental und eindrückliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel. Während uns unterwegs zeitweise Regen und sogar Hagel sowie Nebelschwaden begleiteten, rissen die Wolken in den höheren Lagen immer wieder auf, sodass wir die Gipfel meist bei klarer Sicht geniessen konnten.
Nach dem Gipfel folgte der Abstieg entlang der eindrücklichen Tierberghöhlen zum Tierbergsattel und weiter zu den Rawilseeleni. Anschliessend führte der Schlussanstieg hinauf zur Wildstrubelhütte, wo wir nach rund sechs Stunden und etwa 1'600 Höhenmetern zufrieden den ersten Tourentag ausklingen liessen.
2. Tag – Wildstrubelhütte – Weisshornlücke – Rohrbachstein – Iffigenalp
Am Sonntag führte uns der Weg zunächst zur Weisshornlücke. Von dort stiegen wir auf den markanten Rohrbachstein, der uns trotz wechselnder Bewölkung nochmals mit schöner Aussicht belohnte. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast erfolgte der abwechslungsreiche Abstieg zurück zur Iffigenalp.
Auch wenn das Wetter an beiden Tagen nicht immer mitspielte, zeigte sich die Bergwelt auf den Gipfeln meist von ihrer schönsten Seite. Die abwechslungsreiche Route, die gute Stimmung innerhalb der Gruppe und die eindrückliche Landschaft machten die Tour zu einem gelungenen Wochenende im Wildstrubelgebiet.
Ich wollte gerne Ernst eine Tour am Furkapass widmen, da er noch nie in diesem Gebiet klettertechnisch unterwegs war, obwohl er bereits eine beachtliche Anzahl an Schweizer Gipfeln erklommen hat und gewiss die längste Tourenliste von uns allen aufzuweisen hat. So stand die Tour auf den Furkapass dieses Jahr abermals auf dem Programm. Letztes Jahr mussten wir auf ein Alternativprogramm ausweichen wegen plötzlichen Kälteeinbruch und Schneefall. Das Wetter war uns dieses Jahr zum Glück umso besser gesinnt und wir konnten das Abenteuer in Angriff nehmen.
Unter den Teilnehmern waren neben den "alt bewährten" MitstreiterInnen ebenso unsere frisch ausgebildeten J&S TourenleiterInnen Rahel und Sam, sodass wir zwei neue SeilschaftsführerInnen mit an Bord hatten, was uns alle besonders erfreute.
Am Sonntag ging es früh am Morgen mit zwei Autos, welche allmählich bis Spiez befüllt wurden, los. Wobei so früh dann doch wieder nicht. Bruno`s Zugverbindung von Burgdorf nach Spiez gönnte uns noch eine halbe Stunde Extraschlaf. Nach zweieinhalb Stunden kurviger Strassenfahrt und dem ein oder anderen heiklen Überholmanöver von morgendlichen Motorradfahrern trafen wir schliesslich kurz vor 9:00 Uhr am Parkplatz am Hotel Furkablick ein. Immer den präzisen Zeitplan im Blick starteten wir frohen Mutes den kurzen Aufstieg zur Sidelenhütte. Dort konnten wir bereits überflüssiges Material und Schlafutensilien aus den Rucksäcken ausladen und uns noch an einem schmackhaften Stück Kuchen stärken. Auf der Terrasse der Hütte war bereits ein buntes Treiben mit allerlei mehr oder weniger gut gelaunten Touristen. Wir liessen uns die Stimmung von einem besonders eigensinnigen Wanderer nicht verderben und machten uns um 11:00 Uhr auf zum Schildkrötengrätli, welches auf das Chli Bielehorn führt. Nach kurzer Zeit erreichten wir dank der überaus guten Markierung des Hüttenwarts ohne Probleme den Einstieg in die Kletterei. Durch die Beliebtheit der Tour waren wir, wie zu erwarten, nicht die Einzigen am Einstieg und bereiteten uns gemütlich vor. Nachdem Gurt und Seil angelegt waren und unsere vier Seilschaften sich abgesprochen hatten, konnten wir schliesslich mit Hochgenuss die Hände an den kompakten Granit setzen und den ersten Aufschwung zum Felsturm "Nixen" meistern. Um weiteren Stau zu vermeiden erklommen drei unserer Seilschaften noch den Felskopf vom Nixen. Der Plan ging super auf, sodass wir nach dem Abseilen ohne weiteren Andrang die Kletterei auf dem Grat zur Schildkröte fortführen konnten. Nachdem wir ebenso die Klagemauer dynamisch ums Eck herum erklommen, kam die Schildkröte als einzelner aufliegender Stein zum Vorschein. Mit etwas Fantasie erkannte jeder das Gebilde, auch wenn mancheiner erstmal ohne dem Stein Beachtung zu schenken daran vorbei geklettert ist ;)
Kurz vor um eins konnten wir (nach deutscher Pünktlichkeit ;)) das Gipfelglück geniessen und unser wohl verdientes Lunchpaket auspacken. Von Stein zu Stein und über Schneefelder abrutschend ging es in einem Ritt durch die Bielenlücke zurück zur Sidelenhütte.
Wir liessen es uns nicht nehmen alle dem Aufruf von Bruno zu folgen und in den erfrischenden Bergsee neben der Hütte zu springen, bevor wir ins Apero übergingen. Wir nutzten die Gelegenheit den kommenden Tag zu besprechen. Das Ziel des nächsten Tages sollte das Chli Furkahorn sein über den Südwestgrat (WS+). Etwas enttäuscht kam die Aussage von Stefan, dass dies doch nur eine Grasmutte sei – aber aufgepasst, diese Grasmutte ist dann eben doch nicht zu unterschätzen ;). Wir liessen den Abend mit Gelächter ausklingen und brachten nach einem reichhaltigen und überaus köstlichen Znacht unsere mit Älplermakkaroni gefüllten Mägen ins Bett.
Am Montag sassen Punkt sechs am Morgen alle am Frühstückstisch. Gestärkt vom selbst gebackenen Brot und Kaffee stiegen wir ab zum Auto, um dort wiederum überflüssiges Material einzulagern. Flotten Schrittes ging es dann zum Grateinstieg, welcher sich tatsächlich erstmal als gemütliche Wanderung über Grashänge gestaltete. Allmählich kamen wir jedoch in alpineres Gelände bis schliesslich der erste Felsaufschwung mit einem Schlaghaken vor uns auftauchte. Seile und Gurt wurden angelegt. Etwas weniger gut abgesichert, sehr viel einsamer und etwas wilder als am Vortag erkraxelten wir teils am kurzen Seil, teils mit Zwischensicherungen, Stück für Stück den Grat. Hier und da konnten wir noch einem Blümchen Beachtung schenken, aber im allgemeinen mussten wir zugeben, dass die Grasmutte dann doch fantastische Granitkletterei zu bieten hat. Der Blick fiel immer wieder auf den Rhonegletscher, welcher sich neben uns erstreckte und uns wieder sehr deutlich vor Augen führte, wie schnell der Gletscherrückgang voranschreitet. Ein Trauerspiel!
Wiederum pünktlich nach Zeitplan erreichten wir alle wohlauf viertel vor eins den Gipfel des Chli Furkahorn mit 3025 m.ü.M. Ein prächtiger Ausblick erstreckte sich vor uns und Annemarie gab uns noch ihr Wissen kund zu den Vögeln, die über uns kreisten. Nachdem Bernhard und Stefan ihr Mittagsschläfchen beendet hatten konnten wir noch das obligatorische Selfie in den Kasten bringen und von Stein zu Stein hüpfend den T4 Wanderweg zum Parkplatz absteigen. Wir untertrafen mal wieder die angegebene Wanderzeit und erreichten am frühen Nachmittag ausgedürstet von der Hitze den Parkplatz. Wir waren uns alle einig noch einen Zwischenhalt an der Passhöhe Grimsel auf dem Rückweg einzulegen, um anzustossen auf unsere "ehrlich gelebte Bergkameradschaft" (- da hast du sehr schöne Worte gefunden lieber Ernst).
Mit eindrücklichen Erinnerungen fuhren wir zurück gen Simmental.
Ich möchte mich nochmals bei allen Bergkameraden und Bergkameradinnen bedanken für diese gelungene Tour und eure gegenseitige Wertschätzung.
Das nächste Abenteuer wartet schon :)
Eure Ivette
Bergwanderung Alpstein 5. bis 7. Juli 2026
Mit der Bahn fuhren wir am frühen Sonntag Morgen bis nach Wasserauen. Vor unserem Aufstieg zur Meglisalp kehrten wir noch im Restaurant hinter dem Bahnhof ein. Mit gemütlichem Tempo stiegen wir durch`s Hüttentobel hinauf, an Hütten vorbei und über Schrennen erreichten wir die Meglisalp (1517 müM) kurz vor Zvierizeit. Dieses Berghotel wurde im 2020 fast komplett abgerissen und im gleichen Stil neu aufgebaut. An nächsten Tag starteten wir um 8 Uhr Richtung Säntis. Immer stetig obsig geht der Weg durch Bergwiesen hinauf zur Wagenlücke und das letzte Stück zum Gipfel ist felsig und mit Stahlseilen versehen. Im alten Restaurant Säntis (2505 müM) machten wir eine Pause. Da zur Zeit die Luftseilbahn auf den Säntis ersetzt wird, waren dort oben “nur” Berggänger. Der bekannte Lisengrat ist zum Teil aus dem Felsen gesprengt und doch relativ “luftig”. Einen grossen Teil der Strecke bis zum Rotsteinpass ist aber mit Drahtseilen versehen. Der letzte Aufstieg zum Fros-Jöchli ist sehr steil aber auch mit Drahtseilen versehen. An der Süd-Westseite des Altmann ging`s nun hinunter zur Zwinglipasshütte. Am dritten Tag wanderten wir als letzten Gipfel auf den Mutschen (2122 müM). Dort oben hatten wir eine grandiose Aussicht über das Rheintal und das Dreiländereck. Nun gingen wir hinunter durch`s Gruebtal und Teselalp und kurz vor Mittag kamen wir in Wildhaus an. Mit Bus und Bahn fuhren wir mit schönen Erinnerungen nach Hause. Beat Schmid
Teilnehmer/innen: Susanne Matti, Margrit Hari, Ueli Habegger, Oskar Marggi. Tourenleiter: Beat Schmid
Vier motivierte E‑Biker – Walter Hodel, Otto Kuhnen, Margrit Hari und Ueli Habegger – machten sich frühmorgens in Zweisimmen auf den Weg Richtung Wallis. Die erste Etappe führte entlang der Simme, zunächst auf der rechten, ab Boltigen auf der wenig bekannten linken Talseite. Alle waren sich einig: Dieser ungewohnte Blick ins Simmental bot eine überraschend neue Perspektive.
In Spiez wechselte die Gruppe auf die Bahn und erreichte Oberwald im Goms. Von dort ging es der jungen Rhone entlang bis Ernen und weiter hinauf ins idyllische Binntal. In Heiligkreuz wurde übernachtet – ein gemütlicher Abend und gute Verpflegung sorgten für frische Energie.
Am zweiten Tag führte die Route zurück zur Rhone und weiter bis Brig. Nach einer Zugfahrt nach Kandersteg folgte die letzte Etappe entlang der Kander bis Wimmis. Die grosse Hitze forderte ihren Tribut, und so entschied sich die Gruppe für die Rückfahrt per Zug nach Zweisimmen. Aufgrund ungünstiger Verbindungen Richtung Lenk durften Otto und Ueli zum Abschluss nochmals kräftig in die Pedale treten.
Alle kehrten müde, aber zufrieden und voller schöner Eindrücke nach Hause zurück – ein gelungenes Bike‑Abenteuer mit vielen gemeinsamen Erlebnissen.
Wanderung auf die Dent de Chamois vom Motelontal aus.
Margrit, Beat, Oskar, Bernhard und ich starten kurz nach 9 Uhr von Le Pralet Richtung der Alpen Gros und Petit Cuâ Richtung La Forcla – Pass. Bald querten wir eine Alpweide, wo die Gusti wohl erst grad seit kurzem da waren und Wanderer noch nicht gewöhnt waren. Aber alles ging gut, die Gusti blieben auf ihrer Weide und wir stiegen weiter hinauf durch das wildromantische Tal mit dem schönen Mischwald. Auf dem Forcla - Pass zeigte sich das erste Mal die Aussicht Richtung Westen. Um die Mittagszeit kamen wir auf dem Dent de Chamois an. Nach der Mittagsrast und dem geniessen und austauschen über welche Gipfel sich wo befanden, stiegen wir dann auf gleichem Weg ab. Eine gemütliche Einkehr in der Pinte du Pralat rundete die Tour ab.
Im Rahmen des alle zwei Monate stattfindenden Wildhorn-Höcks besuchte die SAC-Sektion Wildhorn den Alpenwildpark in Interlaken. Unser Sektionsmitglied Traugott Stalder, Vizepräsident und ehemaliger Präsident des Alpenwildparks, führte zusammen mit seiner Crew 19 interessierte Wildhörnerinnen und Wildhörner durch die traditionsreiche Anlage.
Der anhaltende Regen vermochte die gute Stimmung keineswegs zu trüben. Im Gegenteil: Die Teilnehmenden erlebten die Tiere aus nächster Nähe. Noch nie waren wir den imposanten Steinböcken mit ihren mächtigen, bis zu 18 Kilogramm schweren Hörnern so nahe. Besonders eindrücklich war auch die Beobachtung der jungen Kitze, die sich elegant und trittsicher über die Felsen und Steinblöcke bewegten.
Bei einem Apéro und vielen spannenden Informationen erfuhren wir Wissenswertes über den mittlerweile mehr als hundertjährigen Alpenwildpark und seine Geschichte. Anschliessend machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Dieser Ausflug wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Künftig werden wir die Steinböcke in den Bergen wohl mit noch grösserer Aufmerksamkeit und Bewunderung betrachten.
Ein herzlicher Dank geht an Traugott Stalder und seine Crew für die interessante Führung und die Gastfreundschaft.
Der Tourenleiter
Ueli Habegger
Perfekte Bedingungen, perfekt Organsiert, coole Gruppe, nichts will man mehr als das wir nächstes Jahr wieder gehn...
Am Pfingstwochenende hat die SAC Sektion Wildhorn den Sommer eingeleitet auf der
Fromatthütte. Das alljährliche "räblä u chnüble" im Fromatt hat jung und alt ins Spillgertengebiet
gezogen um Spiel, Spass und Kuchen zu geniessen, dabei wurde die Bergwelt entdeckt und
Bergkontakte geknüpft.
Die Tourenleiter*innen der SAC Sektion Wildhorn empfingen am Sonntag und Montag Abenteurer,
Entdecker und Geniesser in der Fromatthütte. Auf dem Programm standen unterschiedliche
Aktivitäten. Die Teilnehmer sausten mit einem Jauchzen rasant die Tyrolienne direkt neben der
Hütte herunter. Die, die mehr Adrenalin wollten, seilten wagemutig einen Abhang hinunter.
Nebenher konnte die Neugierde rundum Seiltechnik und Kletterknoten gestillt werden. Ausserdem
bestiegen wir ausgerüstet mit Kletterfinken, Gurt, Helm und Seil die Kletterrouten bei der
Scheidegg oberhalb der Hütte. Dabei entpuppte sich der ein oder andere Anfänger als wahres
Naturtalent und auch die Fortgeschrittenen und Profis kamen ins Schwitzen – nicht nur wegen den
sommerlichen Temperaturen. Grossen Anklang fand die Wanderung, in der die Flora in dieser
schützenswerten Umgebung näher gebracht wurde. Neben Kugelblumen und Enzian wurden auch
Schlangen, Birkhühner und Eidechsen entdeckt. Den schmackhaften selbst gebackenen Kuchen
haben sich alle wohl verdient. Die Übernachtungsgäste kräftigten sich bei einem reichhaltigen
Znacht für den nächsten Tag und schlummerten zufrieden auf 1800 Meter über dem Meer. Dank den
motivierten helfenden Händen, auch von Seite der Gäste, war der Abwasch und die
Aufräumarbeiten stets schnell erledigt. Mit vielen glücklichen Gesichtern liessen wir das
Wochenende auf der Sonnenterrasse ausklingen und konnten mit zauberhaften neuen Eindrücken im
Gepäck den Heimweg ins Tal antreten.
An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle Gäste und an das super Organisationsteam, die
wiedermal dieses bereichernde Wochenende ermöglicht haben. Wir schauen mit Vorfreude auf
weitere gemeinsame Bergerlebnisse mit dem SAC Sektion Wildhorn. Auf unserer Website im
Tourenprogramm können sich Interessierte jederzeit informieren und alle sind herzlich eingeladen
sich an unseren Aktivitäten zu beteiligen. Die Fromatthütte wird im Sommer ab dem 27ten Juni an
den Wochenende wieder bewartet und wir heissen euch auch da willkommen.
Am Freitag in der früh, zwischen 03:30 und 4:00, wurden die Tourenteilnehmer von Florian der Reihe nach abgeholt, anschliessend begann die lange Fahrt Richtung Glarner-Land. Pünktlich nach der Zeittabelle erreichten wir um 07:30 den Parkplatz Tierfed zuhinterst im Linthal. Anschliessend brachte uns das Urnerboden Taxi zur Talstation der Fistenpass-Bahn. Das Wetter war wie angekündigt nicht ganz so freundlich mit uns. Bei leichtem Nieselregen und schlechter Sicht starteten wir den Aufstieg Richtung Gämsfairenstock. Den Gipfel liessen wir links liegen und bemühten uns rasch ins Gämsfairenjoch zu kommen. Bei nicht ganz so optimalen Schneeverhältnisse gelang uns die Abfahrt nach Ober Sand. Hier zeigte sich das Wetter kurz von der schönen Seiten. Doch schon im Aufstieg zum Ochsenstock umhüllten uns die Wolken wieder. Am frühen Nachmittag erreichten wir etwas durchnässt aber glücklich die Fridolins-Hütte. Es blieb Zeit sich auszuruhen, die gemütliche Hüttenstimmung zu geniessen und sich auf die bevorstehende Tour vorzubereiten.
Am Samstag um 04:45 klingelte der Wecker, um 5:45 waren wir bereit. Noch im Dunkeln starten wir Richtung Bifertenfiren. Gekonnt führte uns Florian durch die Gletscherabbrüche immer weiter nach oben, mit den ersten Sonnenstrahlen knackten wir die 3000er Marke. Anschliessend ging es über das imposante Gletscherplateau hoch bis in den Satel zwischen Glarner Tödi und Piz Russein. Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns auf, die letzten Meter zum höchsten Punkt des Kantons Glarus zu bewältigen. Auf dem Piz Russein angekommen (3612 m.ü.M) wurden wir mit einem herrlichen Panorama belohnt. Ein paar Meter unter vom Gipfel genossen wir die waren Sonnenstrahlen und bündelten unsere Kräfte für die Abfahrt. Bei der Abfahrt genossen wir den Neuschnee vom letzten Tag. Auf der gleichen Route wie im Aufstieg erreichten wir wiederum kurz nach dem Mittag die Fridolinshütte. Mit einem frischen Bier und einer Spätzli-Pfanne feierten wir unser Gipfelerfolg. Die Feierstimmung hielt bis am Abend hin, wir liessen es uns gut gehen und genossen einmal mehr die gemütliche Stimmung in der Fridolinshütte. Bis zum Abend war die Hütte voll mit neuen Tödi-Aspiranten, die Stimmung war nicht bei allen so gut wie bei uns, war doch für Sonntag nicht mehr ganz so tolles Wetter angesagt.
Das wir so richtigen Wetter-Glück hatten, zeigte sich am Sonntag in der Früh. Wie bei unser Ankunft am Freitag, verliessen wir die Hütte bei Nebel und Nieselregen und machten uns an die Abfahrt Richtung Tierfed. Im nassem Schnee und bei schlechter Sicht galt es nun die nicht ganz ungefährlichen Passagen Richtung Tal zu meisten. Aber mit der ruhigen und sicheren Führung durch Florian konnten wir schnell Höhenmeter vernichten. Etwas durchnässt aber bei bester Stimmung erreichten wir kurz nach 10:00 Uhr das Auto. Die Rückfahrt ins Simmental verging schnell und in umgekehrter Reihenfolge wurde wiederum einer nach dem anderen zu Hause abgeliefert.
Besten Dank an Florian für die sehr angenehmen und kompetente Führung, es hat riesig Spass gemacht.
Teilnehmer: Bergführer Florian Bowee, Bernhard Riedo, Ernst Meinen und Stefan Hodel
Wildhorn-Höck: Ein Abend mit Rock und Orchester
Am Mittwochabend trafen sich zehn gut gelaunte Wildhörnler um 17:00 Uhr am Bahnhof Zweisimmen. Gemeinsam ging’s Richtung Bern ins Stadttheater – auf dem Programm stand die Rockoper „Jesus Christ Superstar“. Die Spannung war gross: Wie wohl das Zusammenspiel von Berner Symphonieorchester und Rockband klingen würde?
Schon bald zeigte sich: ziemlich eindrücklich! Mal donnernde Gitarrenriffs, dann wieder gefühlvolle Bläserklänge – die Übergänge waren überraschend und sorgten für einige „Wow“-Momente. Eine spannende Mischung, die bestens ankam.
Gleichzeitig war es auch der erste „Wildhorn-Höck“ seit der Generalversammlung – also die perfekte Gelegenheit, sich wieder einmal zu sehen und auszutauschen. Und das wurde auch ausgiebig genutzt: Auf der Hin- und Rückreise wurde über vergangene Ski- und Bergtouren geplaudert, Erinnerungen aufgefrischt und natürlich viel gelacht.
Mit vielen Eindrücken und guter Stimmung im Gepäck kamen wir spätabends wieder in Zweisimmen an – ein gelungener Abend und definitiv eine Wiederholung wert!
Mit dabei waren:
Ursula & Charly Hählen; Heidi & Peter Gempeler; Käthi & Bernhard Riedo; Annemarie & Köbi Koller; Regula & Ueli Meier/Habegger
Skitour Les Arpilles, Tête à Josué, 2131 m
Bei bestem Wetter und für die Jahreszeit zu warmer Temperatur starteten acht gutgelaunte Skitourengänger/innen kurz ausserhalb von L’Etivaz Richtung Tête à Josué. Zuerst gings eine kurze Strecke mit den Skiern auf dem Rücken bis zur Abzweigung beim Punkt 1178 m. Nach dem Queren über die Brücke des Baches La Torneresse konnte mit den Latten hochgestiegen werden. Der Schnee war gefroren, aber ohne Harscheisen entlang eines Fahrweges gut begehbar. Ab Ende des Weges wurden dann doch die Eisen benötigt. Schritt um Schritt ging es dem Gipfel entgegen. Beim Schlussanstieg war der Schnee durch die Sonne aufgeweicht. Die Wärme brachte uns gehörig ins Schwitzen. Oben angekommen wurde das Picknick und die Getränke ausgepackt. Das Verweilen auf der Bergspitze mit der Sicht auf die Berner und Waadtländer Berge war ein Genuss. Die Abfahrt auf dem Sulzschnee war, bis auf den steilen Hang hinunter zu Pâquier Mottier, ein Vergnügen. Der nasse Schnee forderte einige Kraft in den Oberschenkeln. Der lange Weg entlang der Strasse bis zu den Autos musste mit Stockeinsatz bewältigt werden. Glücklich und um ein schönes Gruppenerlebnis reicher traten wir die Heimreise an. Beim Zwischenhalt in Les Moulins konnte der gehörige Durst gestillt werden. Besten Dank an den Tourenleiter Bernhard für die kompetente Führung.
Teilnehmer/innen: Andrea Krieg, Rahel Trachsel, Markus Scherer, Ernst Meinen, Kurt Trachsel, Bruno Schletti, Bernhard Riedo, Oskar Marggi
Aufgrund der Schnee- und Lawinensituation wurde die Skitour aufs Ärmighore nicht durchgeführt und anstelle dessen eine alternative Tour gemacht. Der Wetterbericht für den Samstag im Februar war vielversprechend und so wurde entschieden von Lauenen über den Trütlisbergpass und die Tube nach Lenk zu gehen. Die Tourengruppe traf sich in Zweisimmen und fuhr gemeinsam mit Zug und Postauto nach Lauenen. Dort wurden die Ski montiert und los ging es durch die schöne, hügelige Landschaft hinauf Richtung Trütlisbergpass. Unterwegs wurde ein kurzer Zwischenhalt gemacht um die Olympia-Abfahrt der Männer in Cortina anschauen zu können. Franjo von Allmen gewann die Abfahrt und so war die sowieso schon gute Stimmung perfekt. Auf dem Gipfel der Tube entschied man sich, noch ein Stück Richtung Turpachtal runter zu fahren, um den schönen Pulverschnee zu geniessen. Der kurze Abstecher hatte sich gelohnt und der Gegenaufstieg war schnell überwunden. Nun fuhr die Gruppe über den schön verschneiten Lochberg in Richtung Aegerten und weiter hinunter Richtung Lenk Dorf. Nach einem kurzen Fussmarsch genossen die Skitourengänger ein z'Vieri in der Bäckerei, bevor sie wieder den Heimweg antraten. Trotz Programmänderung war es ein gelungener Tag auf den Tourenski in einer schönen Landschaft mit guter Gesellschaft.
Aufgrund der Schnee- und Lawinensituation wurde ...
Seniorentour auf`s Iffighore
In einer Gruppe von 6 Teilnehmer starteten wir bei der Hubelmatte Richtung Pöris wo wir eine kurze Pause machten. Von hier ging`s in gemütlichem Tempo auf den Hohberg und über diesen Rücken hinauf zum Iffighore. Kurz vor Mittag erreichten wir unser Tagesziel. Nach der Mittagspause fuhren zurück zur Hubelmatte. Der Schnee war bis zuunterst im Pöris gut fahrbar (kein Pulver). Durch den Wald und die Fallweid hinunter war der Schnee stark “bruchcharschtig” und sicheres Fahren war angebracht. So kamen wir gesund und muter bei den Autos an. Teilnehmer: Heidi + Peter Gempeler, Peter Camponova, Oskar Marggi und Uwe Vogel. Tourenleiter: Beat Schmid
Am Samstag-Morgen trafen sich 10 Tourenleiter: innen von unserer Sektion sowie 3 Tourenleiter von der Sektion Oldenhorn zur jährlichen Weiterbildung.
Bergführer Florian Bowee begrüsste die Teilnehmer: innen und gab in groben Zügen das Programm bekannt. Motiviert und wissenshungrig starteten wir unsere Skitour Richtung Fromatthütte. Unterwegs wurden verschiedene Lawinen-Situationen sowie Alarmzeichen besprochen.
Bei der Fromatthütte angekommen blieb noch kurz Zeit um einen ECT-Test der Schneedecke durchzuführen. Wenige Minuten später kam bereits der Ruf aus der Küche, dass die Suppe fertig sein. Nach der Mittagspause gab es eine kurze Theorie zum Skitouren-Guru, die Teilnehmer: innen waren beindruckt über die neuen Funktionen dieses Hilfsmittel zur Tourenplanung. Anschliessend unternahm die Gruppe eine Anwendungsskitour Richtung Scheidegg. Dort wurde das Thema Schneedecke nochmals vertieft, es wurden div. ECT- Tests gemacht und besprochen. Bei der Abfahrt zurück zur Fromatthütte blieb noch Zeit eine LVS-Suche durchzuführen.
Dank unserem motivierten und kompetenten Bergführer Florian Bowee sind unsere Tourenleiter: innen wieder auf dem neusten Stand. Auch ein grosses Merci an Heidi Gempeler für die Bewirtung.
Skitour Birehubel 1937 m ü. M.
Zugegebenermassen waren die Voraussetzungen für diese Skitour nicht gerade rosig: Es mangelte arg an Schnee, und der Wetterbericht war eher mittelmässig. Umso höher war die Motivation der Teilnehmenden – nach den zahlreichen Weihnachtsfesten hatte sich offenbar einiges an Bewegungsdrang angestaut.
Bernhard legte sich ins Zeug, um noch genügend Schnee für eine Tour zu finden. Fündig wurde er im „Schlündi“, einem Tälchen, das den Schnee bekanntermassen gut konserviert. Gestartet wurde etwas höher als gewohnt im „Hintere Reichenstein“. Die Ski konnten von Anfang an montiert werden, und dank fehlender Spurarbeit kamen wir zügig dem Tourenziel näher.
Das Wetter zeigte sich von seiner freundlichsten Seite und machte den Aufstieg sehr genussvoll. Da wir früh gestartet sind, durften wir eine herrliche Morgenstimmung erleben. Auf der „Bire“ angekommen, konnten wir das schöne Panorama ausgiebig geniessen. Bernhard beeindruckte uns, indem er gefühlt jeden Waadtländer und Freiburger Berg benennen konnte.
Auch die ganz grossen Gipfel zeigten sich, und mit einer Portion Selbstironie wurde das beliebte „Chummi“ bewundert.
Mit stiebendem Pulverschnee wurden wir in der Abfahrt zwar nicht belohnt, Spass hatten wir trotzdem. Auf dem Rückweg gönnten wir uns im Reichenstein noch ein Café oder Ähnliches und waren uns einig: Es war eine rundum gelungene Tour.
Einmal mehr wurde uns bewusst, dass nicht die Verhältnisse entscheidend sind, sondern die Menschen, mit denen man unterwegs ist :)
Vielen Dank an Bernhard für die souveräne Tourenleitung.
Teilnehmende:
Bernhard (Tourenleiter), Lisa, Rahel, Stefan, Samuel (Autor)
Seniorentour auf den Widdersgrind (2103müM)
Bei wunderbarem Wetter (oberhalb vom Nebel) gingen wir zu Zweit auf den Widdersgrind. Oskar Marggi und Beat Schmid
Aufgrund von höheren Umwelteinflüssen haben wir kurzer Hand unsere Klettertour auf die Mittagsfluh bei Boltigen zu einer Wandertour umgewandelt. Bei wechselhaften Wetter, was eher an April erinnert hat, starteten wir kurz vor um 10 am Bahnhof in Boltigen. Ernst übernahm als eingesessener Ureinwohner kurzerhand die Wanderleitung und führte uns durchs Taubental über den Stollenweg zur Alp Ramsere. Anschliessend ging es zum Gipfel der Mittagsfluh, bei welchem wir doch noch ein wenig durch den Schnee gestapft sind. Pünktlich am Gipfel angekommen beglückten uns doch noch ein paar Sonnenstrahlen und eine wunderschöne Aussicht übers Simmental. Vorsichtig stiegen wir wieder ab und gingen über den Stefansweg zurück nach Boltigen. Dort erwartete und die Frau von ernst schon mit einem üppigen Zvieri und so konnten wir den tag gesellig ausklingen lassen.
Allen einen herzlichen Dank für die schöne Tour und das flexible Handeln der Wetterlage entsprechend.